© Pamela Russmann

Leinen los Agency im Talk

Leinen los „Text, der ankommt“. Wir gratulieren Ihnen herzlich zur Firmengründung, erzählen Sie uns mehr über den Firmennamen und Ihr wunderschönes Logo.

Alicia Weyrich: Danke für die Blumen! Der Firmenname „Leinen los“ ist eng mit meiner persönlichen Vorliebe zum hohen Norden, im Speziellen Hamburg und im weiteren Sinne dem maritimen Lifestyle verknüpft. Beruflich gesehen steht das Motto für den Mut zu neuen Wegen und Reisen, das die Kunden motivieren soll, mit unserer Hilfe in die richtige Richtung zu schauen und zu gehen, nämlich immer vorwärts …

Sie helfen Ihren Kunden die richtigen Worte zu finden und sie weiter zu tragen. Wie sieht Ihr Portfolio aus?

Die Arbeit und Aufträge sind vielseitig und reichen von klassischen PR-Texten, über kreative Werbeslogans, Social Media-Content, bis hin zu redaktionellen Geschichten. Also ein bunter Text-Mix im Print- und Online-Bereich, thematisch sowohl im Lifestyle-Sektor als auch in sachlichen Fachbereichen angesiedelt.

Wenn gewünscht verfassen Sie sogar Liebesbriefe. Könnte das eine Marktlücke sein?

Auf jeden Fall! Bei all dem Content, der momentan und vor allem online kreiert wird, fehlen nicht selten Herzblut und Romantik. Das Persönliche geht dabei oft verloren und es „menschelt“ zu wenig. Insofern, ja bitte, lasst uns alle wieder mehr Liebesbriefe schreiben, mit der Hand und ganz individuell, im Verborgenen (lacht).

Lasst uns alle wieder mehr Liebesbriefe schreiben, mit der Hand und ganz individuell, im Verborgenen.

Wie waren Ihre Anfänge nach Ihrem Studium? Ist Ihnen die Liebe zu Wort & Schrift schon in die Wiege gelegt worden?

Ich habe immer „nebenbei“ studiert und „hauptberuflich“ gearbeitet, zumindest kam nicht das Eine zuerst und das Andere danach. Im Jahr 2005 startete ich mit 19 Jahren mein Studium der „Theater-, Film- und Medienwissenschaften“ und arbeitete zeitgleich beim ORF in der „Zeit im Bild“-Redaktion. Anfangs war das ein Studenten-Job im Nacht-Monitoring der Nachrichten, später dann redaktionell untertags. Beim ORF waren Wort und Schrift aber noch nicht so sehr im Fokus; bei Redaktions- und PR-Jobs danach hat sich dann immer mehr herauskristallisiert, welche Richtung ich intensivieren möchte. 2014 habe ich mein Studium abgeschlossen und 2016 beschlossen, mich ganz selbstständig zu machen und die Leinen los zu lassen, um mein eigener Boss zu sein …

Das Festival Donau­kanal­treiben spielt für Sie welche Rolle bzw. welche Rolle spielen Sie dabei?

Ich bin sozusagen mit dem Donau­kanal­treiben mit gewachsen oder das Donau­kanal­treiben ist u.a. mit mir gewachsen. Vor zehn Jahren habe ich nur ein bisschen begonnen die Social Media-Accounts zu erstellen und zu betreuen, dann programmtechnisch und inhaltlich zu beraten und irgendwann wurde es mehr und mehr. Mittlerweile bin ich seit Jahren im Kernteam und kümmere mich um die PR und kuratiere die Hauptbühne bzw. je nach Lage das inhaltliche Programm.

Arbeiten Sie besser unter Druck oder bevorzugen Sie es, wenn alles geregelt läuft?

Ich weiß zwar gerne was Sache ist und was auf mich zukommt, plane grob im Voraus und mache To Do-Listen. Richtig funktionieren kann ich aber nur unter Druck, daher bin ich auch oft kurz vor Redaktionsschluss etc. trotzdem im Stress, vielleicht brauche ich das wirklich?!

Das Nachtleben hat Sie eine lange Zeit auch als DJane in den Bann gezogen. Welche Rolle spielt Musik in Ihrem Leben?

Oh ja, normalerweise lege ich zumindest einmal im Monat im Wiener „Chelsea“ oder auch im „Loft“ am Gürtel auf. Live-Konzerte, DJing und Musik an sich haben einen enorm hohen Stellenwert in meinem Leben. Musik ist die Rettung in der Not und der perfekte Begleiter im Glückszustand, ich würde sogar sagen lebensnotwendig.

Musik ist die Rettung in der Not und der perfekte Begleiter im Glücks­zustand, ich würde sogar sagen lebensnotwendig.

Die ersten Entscheidungen bestimmen Ihr Kopf oder Ihr Bauch?

Tatsächlich höre ich meist auf mein Bauchgefühl und vertraue dem mittlerweile auch größtenteils. Kopf und Vernunft walten lassen sind schon wichtig, aber im Grunde sind mir Herzensangelegenheiten und Entscheidungen aus dem Bauch viel, viel lieber.

Welchen internationalen Star würden Sie gerne einmal interviewen?

Eine schwierige Frage, weil ich nicht die „klassischen“ Stars interessant finde, sondern eher Ausnahmekünstler und spannende Persönlichkeiten, die möglicherweise Grenzen überschreiten, unangepasst agieren und die Masse verstören. Ich finde nichts langweiliger als aalglatte Menschen, insofern gehe ich viel lieber auf ein Glas Wein mit Heinz Strunk oder David Lynch, als mit irgendeinem faden Hollywood-Star. Wirklich bewundert habe ich Christoph Schlingensief, den hätte ich wahnsinnig gerne mal kennengelernt und interviewed.

Wirklich bewundert habe ich Christoph Schlingensief, den hätte ich wahnsinnig gerne mal kennengelernt und interviewed.

Was tun Sie, wenn Schreibblockaden auftreten, gibt es die überhaupt?

Die gibt es natürlich, die Schreiblaune ist manchmal enorm, manchmal kaum da. Am Besten dagegen hilft bei mir noch immer kurze Ablenkung, verbissen vor dem Computer sitzen bringt da gar nichts, vor allem macht es keinen Spass. Generell muss ich sagen, dass mir kreative Einfälle meist in der Nacht und kurz vor dem Einschlafen, auf der Straße beim Beobachten fremder Menschen oder entspannt im Urlaub kommen. Mittlerweile beherrsche ich aber zum Glück meinen Job und funktioniere auch auf Abruf (lacht).

Kulinarisch sind Sie immer am letzten Stand, wo verschlägt es Sie in Wien gerne hin?

Nur von Gastro-Kritiken leben zu können steht definitiv auch auf meiner To Do-Liste! Schön wäre das! Kulinarisch würde ich mich immer für gute, bodenständige Küche mit leidenschaftlichen Gastgebern entscheiden, als für kleine Portionen in spießigen Lokalen. Daher mag ich z.B. das „Anzengruber“ und das „Woracziczky“ so gerne. Aber ich probiere auch oft Neues und Experimentelles aus.

Würden Sie gerne einmal ein Buch schreiben?

Erwischt. Das steht ganz oben auf meiner To Do-Liste. Und das seit Jahren. Es gibt schon viele Ideen und Entwürfe, aber bisher hat die Zeit gefehlt mich nur damit zu beschäftigen bzw. habe ich sie mir nicht genommen. Seit ein paar Wochen ist die Schreiblust diesbezüglich wieder da, also mal sehen, was daraus wird und vor allem wann …

Interview Jänner 2021 mit Eventmanagement heinreichsberger

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